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* Die Bewohner der Stadt und Gegend von My⸗
laſa beſuchten gerne zwei dem Jupiter geweihte
Tempel. Der in der Stadt ſelbſt befindliche hieß
Oſagoz der andere auf dem Berg, 60 Stadien von
ihr entfernt auf dem Wege nach Alabanda war dem kriegeriſchen Jupiter(Stratios) geweihet; zu
dieſem fuͤhrte ein beſonderer gepflaſterter Weg von
Mylaſa. Von beiden Dempeln iſt keine Spur mehr ſichtbar; ſelbſt von dem ſchoͤnen Denkmale, welches
dem K. Auguſt und der Gottheit Roms geweihet, von Pococke noch geſehen war, iſt nichts mehr uͤbrig, indem ſeine Truͤmmer zu einer Moſchee verwendet wurden.
Eine Viertels⸗Meile von der Stadt ſteht ein Gebaͤude aus weißem Marmor, intereſſant in der Form und Ausfuͤhrung. Das Untergeſchoß bildet eine Grundmauer, und war fuͤr die Aſche oder Leichname der Todten beſtimmt. Eine Treppe fuͤhrt nicht zum oberen Theile; doch moͤgen die Verſtorbenen ſich zu⸗ weilen daſelbſt verſammelt haben. Die Grundmauer traͤgt 8 Saͤulen und 4 Pfeiler von korinthiſcher Ord⸗ nung, und das Grabmal endigt ſich als Pyramide.
Gegen Öſt der Stadt Mylaſa iſt ein Thor aus weißem Marmor, deſſen Abriß und Verhaͤltniſſe ſchoͤn ſind. Die Gebaͤude welche mit ihm verbunden waren, und wovon nur noch die Grundlagen uͤbrig ſind, ſchie⸗ nen eher den Eingang zu einem Palaſt als zu einer


