Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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Senat befohlen, daß taͤglich 3o Kinder der vornehm⸗ ſten Familien, mit Oelzweigen bekraͤnzt und weiß ge⸗

kleidet, mit ihren Erziehern und unter dem Vortritte eeines Harfenſpielers und Herolds, im geſchloſſenen Zuge in den Senat ziehen, und eine von Soſander

verfaßte Hymne ſingen ſollen.“ Jetzt findet man keine Spur dieſer Tempel mehr.

dachdem ich den ganzen Tag mit Meſſung der Trüͤmmer zugebracht hatte, beſuchte ich den Aga, wel⸗

cher ein dummer und haͤßlicher Enkel des Haſſan

Tſchauſch Oglu war. Er empfing mich ſehr hoch⸗ muͤthig, und hielt fuͤr naͤrriſch der bloßen Neugierde wegen zu reiſen. Doch war er von dem Augenblicke, als er den Zweck meiner Wanderung vernommen hatte,

artig, und lud mich zu einem Feſte ein, welches er

ſich bereiten ließ. Ich ließ mehrere Ruinen von Stra⸗ tonicea abzeichnen, und kaufte einige alte Muͤnzen. Waͤhrend der Nacht kamen wir von Eski⸗Hiſſar nach Melaſo, dem ehemaligen Mylaſa, welche von Mithridates und Labienus eingenommen, und von Hybreas muthig vertheidigt wurde. Stra⸗

bo meldet, ſie ſey eine der praͤchtigſten Staͤdte des

Alterthums und eine der reichſten an Tempeln, Bo⸗ gen⸗Gaͤngen und Denkmaͤlern aller Art geweſen, zu welchen ein Bruch weißen Marmors in der Naͤhe der Stadt den Stoff geliefert hatte. Die Roͤmer goͤnnten ihr die Freiheit, deren ſie ſich durch ſo große Bemuͤ⸗ hungen um ihre Erhaltung wuͤrdig gemacht hatte.