Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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und Menge der Ruinen, welche ſich uͤberall zeigen, entſprechen der Idee vollkommen, welche Strabo, Vitruv und Cicero davon mittheilen. Lesbos hat ſich durch einige ſeiner Mitbuͤrger verewigt. Pittaecus wird zu den Weiſen Griechenlands ge⸗ zaͤhlt, und die Menſchheit verehrt ihn als ihren Wohl⸗ thaͤter. Er allein gab das ſeltene Beiſpiel eines Phi⸗ loſophen, die Tyrannen zu verjagen, ſich der oberſten Gewalt zu bemeiſtern, um ſeinem Vaterlande weiſete Geſetze zu geben; auf die Verbeſſerung der Sittlichkeit und Regierung eine Geſetzgebung zu gruͤnden, welche allen kuͤnftigen Eindruͤcken ſteuern kann; die oͤffent⸗ liche Freiheit zu unterdruͤcken ſcheinen, um ſie auf einen dauerhaften Fuß zu ſetzen; ſich endlich auf einige Zeit nicht der Rache, ſondern der noch ſchrecklicheren Verachtung ſeiner Mitbuͤrger Preis zu geben, in der Hoffnung, ihnen kuͤnftig noch mehr zu nuͤtzen. Neben dem großen Pittakus ſpielt freilich die Dichterin Sapho, Arion und der erſte Tonkuͤnſtler Ter⸗ panter eine unbedeutende Rolle. Iſt gleichwohl das Zeitalter nicht zu beſtimmen, wann die Inſel Lesbos den Namen Mytilene erhielt, ſo iſt doch wahrſcheinlich, daß erſtere Stadt in der Mitte der Inſel angelegt war, und letztere ihre Bewohner von jeuer durch allmaͤhlige Auswanderung erhielt.

Am Eingange des Smyrna'ſchen Meerbuſens verließ ich die Koͤnigliche Fregatte, und begab mich in dieſe Stadt. Ich verweilte nur, um Anſtalten zu

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