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wie kurz vorher am Altare. Ich wuͤnſchte das Innere der Inſel zu ſehen, und der Biſchof wollte mich be⸗ gleiten. Der ſtets fertige Diakou fuͤhrte mir ſogleich einen angeſchirrten Mauleſel vor, hielt mir den Steig⸗ buͤgel, und erbot ſich, denſelben anzufeuern. Ich war ſo verlegen uͤber dieſe Gefaͤlligkeit, daß der Biſchof noͤthig fand, mich durch die Belehrung aufzuhei⸗ tern, daß dieſe ſtreuge Subordination noch eine koſt⸗ bare Reliquie des Geiſtes der erſten Kirche ſey, welche man ſorgfaͤltig bewahren muͤſſe.
Wir durchwanderten einen Theil der Inſel. Die der vulkaniſchen entgegen geſetzte Seite iſt ziemlich fruchtbar, und der mit Bims⸗Steinen bedeckte Boden traͤgt viele Weinſtoͤcke, welche einen ſehr guten Wein hervor bringen. Dieſer ſieht aus wie Rheinwein, iſt feurig und betaͤubend, weßwegen er durch den ganzen Archipel bis Konſtantinopel verfuͤhrt wird. Manche Einwohner haben ſich in den Felſen Hoͤhlen zu Wohnungen gegraben, welche wie Dachs⸗Loͤcher oder eine Art chemiſcher Oefen(Athanaros genannt) ausſehen. Ich beſuchte den Stephans⸗Berg im Suͤd⸗ Oſt, welcher ein Klumpen ungeheurer Felſen iſt, die zum Theile wieder mit einer unendlichen Zahl von Bims⸗Steinen ledeckt ſind, durch welche der Zutritt erſchwert wird. Die am Fuße deſſelben be⸗ findliche Ebene iſt mit Weinſtoͤcken, Oliven⸗ und Granat⸗Baͤumen beſetzt. So iſt die hoͤchſte Unfrucht⸗ barkeit und der Ueberfluß mit einem Blicke zu uͤber⸗


