Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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Hafen von Zante und Modon zu gewinnen. Der Wind zwang uns in den ehemals meſſeniſchen Hafen einzulaufen, und wir legten uns bei der Stadt Co⸗ ron vor Anker. Ihr Schloß liegt an der Spitze einer Erdzunge, welche ſich in den Meerbuſen erſtreckt. Es hat die Geßalt eines ungleichen Dreiecks: ein Winkel ſtoͤßt an einen jaͤhen Felſen, auf welchem die Vene⸗ tianer 1463 einen großen Thurm errichtet hatten. Dieſer wurde ſpaͤter durch ein großes Bollwerk erſetzt, welches in ſeiner guten Anlage dem ruſſiſchen Ge⸗ ſchuͤtze widerſtand. Coron theilte immer das Schick⸗ ſal von Morea, und kam in den Beſitz der Genue⸗ fer, Venetianer und Tuͤrken. Die Spanier nahmen es 1533 nur auf kurze Zeit weg; der venetianiſche Prokurator Fr. Moroſini 168s ebenfalls: es kehrte immer bald wieder in die Herrſchaft der Tuͤrken zuruͤck.

Bei meiner Ankunft bot das ganze Land noch ſchreckliche Seenen eines verheerenden Krieges dar. Die griechiſche unter den Kanonen des Schloſſes lie⸗ gende Stadt war ein Haufen Schutt geworden. Die Umgebung, wie ganz Griechenland, war durch alba⸗ niſche Horden verheert, welche die Ruſſen vertreiben, und die empoͤrenden Griechen unterjochen ſollten, wel⸗ che ſich eher niederhauen ließen, als daß ſie ſich ver⸗ theidigten.

Des andern Tages nach unſerer Abfahrt von Co⸗ ron waren wir im Angeſichte des Vorgebirges Ma⸗