Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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bracht werden, und der Schoͤnheit aͤußerſt nachtheilig ſind. Ihre vorzuͤglichſte Beſchaͤftigung iſt, daß ſie die Baumwolle, welche auf ihrer Inſel waͤchſt, ſpin⸗ nen, und Struͤmpfe und verſchiedene Arten von Zeu⸗ gen daraus verfertigen.

Auf der, eine Stunde von Mycone gegen Oſten entfernten, unbewohnten Inſel STrago⸗Niſi (Ziegen⸗Inſel), laſſen die Einwohner ihre Ziegen weiden. Etwas weiter gegen Oſten ſind zwei un⸗

fruchtbare Felſen, welche die Griechen Stapadia,

und die europaͤiſchen Seefahrer die beiden Bruͤ⸗ der nennen.

Weſtwaͤrts von Mycone kommt man nach De⸗ los, einer im Alterthume vor allen uͤbrigen im Ar⸗ chipel beruͤhmten Inſel, der heiligen Geburtsſtaͤtte des Apollo und der Diana. Dieſes einſt ſo praͤch⸗ tige und uͤberſchwenglich reiche Delos iſt jetzt nichts mehr, als eine mit Schutt und Ruinen bedeckte Ein⸗ oͤde, und der Wohnort von Ungeziefer und giftigen

Thieren. Es landet faſt Niemand auf dieſer Inſel,

als Seeraͤuber und Banditen.

Die praͤchtigen Ruinen von Delos verwendet die Barbarei zum Baue von Haͤuſern und zu kleinen Saͤulen, mit welchen die Muhamedaner ihre Graͤber zieren. Die Griechen benennen beide Inſeln Delos mit dem Namen Dilli, und die europaͤiſchen See⸗ fahrer nennen ſie Billi oder Isdili.

Eine, ungefaͤhr 100 Ruthen breite, Meerenge