Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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ren. Die Marmorbruͤche werden jetzt nicht mehr bearbeitet, und ſind zum Theile verſchuͤttet.

An der Stelle der alten Stadt Paros, welche auf der weſtlichen Kuͤſte der Inſel, Antiparos gegenuͤber ſtand, ſieht man heute den elenden Flecken Parichia. Auf der ganzen Inſel ſindet man noch koſtbare Denkmaͤler des Alterthums, welche man aber weder ſammeln, noch benutzen darf. Bemerkenswerthe Haͤfen dieſer Inſel ſind: Mannara, Trio und Nauſſa, welcher letztere vorzugsweiſe der Hafen genannt wird: Die Kriegsflotten koͤnnen ſich mit al⸗ ler Scherzir in demſelben aufhalten.

Die Inſel Naxia, das alte Naxos, die groͤßte unter den Kycladen, ehemals eine maͤchtige Re⸗ publik, erhielt wegen ihrer außerordentlichen Groͤße und Fruchtbarkeit einſt den Namen Koͤnigin. Die Einwohner werden durch eine ſelbſt gewaͤhlte Obrig⸗ keit regiert, und genießen wegen der wenigen Tuͤrken auf der Inſel ihr Vermoͤgen in Ruhe und Frieden. Die reinſten Quellen durchſtroͤmen die Inſel in allen Richtungen, und verbreiten uͤberall Kuͤhlung und Irhahrhankeit. Orangen⸗, Zitron⸗, Granat⸗Baͤume

.dgl. wachſen wild. Oliven⸗, Feigen⸗ und Maul⸗ berracanne verſchoͤnern die Felder. Kleine Waͤlder aus Baͤumen verſchiedener Art und Groͤße gewaͤhren durch ihren immergruͤnen Schmuck einen erquickenden Schatten; die Weinberge geben noch jetzt einen vor⸗ trefflichen Wein, und man erinnert ſich mit Vergnuͤ⸗