Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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Von hier kommt man durch einen kleinen, eben⸗ falls aͤußerſt engen und niedrigen Weg, an einen aber⸗ maligen Abſturz, in den man ſich auf einer Leiter, weil er ganz ſenkrecht iſt, hinablaſſen muß. Daun geht man auf einem ebenen, aber ſchmalen und hoͤchſt niedrigen Wege eine gute Strecke fort, bis man auf einmal an dem tiefſten und ſteilſten Abſturze ſteht, wo man ſich gleichfalls einer Leiter bedienen muß. Der Gang, welcher von dieſer Hoͤhle weiter fuͤhrt, beſteht nicht, wie die vorigen aus Felſen, ſondern aus Erde und iſt feucht; durch denſelben kommt man an einen nochmaligen, aber nicht ſo ſteilen Abhang, wo man wieder mit einem Seile feſtgebunden wird, und auf dem Hintertheile hinab rutſchen muß. Bei dieſer Fahrt hat man auf der einen Seite einen furchtbaren Abgrund, in deſſen Tiefe man Waſſer rauſchen hoͤrt. Auf dem Boden dieſes letzten Abſturzes hat zwar die Gefahr ein Ende; aber man hat noch einen ziem⸗ lich langen beſchwerlichen Weg vor ſich, uͤber welchen man zuweilen auf Haͤnden und Fuͤßen kriechen, zu⸗ weilen auf dem Ruͤcken hinab rutſchen, und an man⸗ chen Orten auch auf dem Bauche fortkriechen muß, weil der Durchgang keine 3 Fuß hoch iſt. Nach einem zuruͤck gelegten Wege von 150 Klaftern gelangt man endlich in die eigentliche Grotte.

Die Hoͤhe der Grotte berraͤgt ungefaͤhr 8o Fuß⸗ ihre Breite r100 und ihre Laͤnge etwa 300 Fuß. Die Decke iſt praͤchtig gearbeitet, und auf das Koͤſtlichſte