Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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ſchienen, und trugen ſie ſorgfaͤltig durch die Straßen, um ihre Verwunderung daruͤber auszudruͤcken. 8

Sieben bis acht Stunden gegen Oſt von der In⸗ ſel Milo liegt die Inſel Polieandro, welche die Alten Pholegandros nannten. Die Schiffe fin⸗ den auf der Kuͤſte derſelben keinen Hafen; die Volks⸗ menge auf der Inſel iſt gering, und ſchraͤnkt ſich auf die Einwohner eines einzigen, mit Mauern umgebe⸗ nen Dorfes ein. Nur in einigen Bezirken wird et⸗ was Getreide und Baumwolle gebaut.

XXI. Etwas weiter liegt die Inſel Sikino, welche gleichfalls ſo groß, wie Policandro iſt, aber 1 einen wenig rauhen und weit fruchtbareren Boden hat. Die Alten nannten ſie Zikenos oder Siei⸗ nos, von einem gewiſſen Sykinos, dem Sohne einer Nymphe und des Koͤnigs Thoas von Lem⸗ nos. Sie hieß auch Oenoë, oder Wein⸗Inſel, we⸗ gen der großen Fruchtbarkeit ihrer Weinberge und wegen der vorzuͤglichen Guͤte ihrer Trauben. Sie hat ebenfalls keinen Hafen. Der Flecken, welcher, wie faſt alle Orte auf dieſen Inſeln mit Mauern eingefaßt iſt, liegt ganz oben auf einem dieſer beiden ungeheu⸗ ren Felſen, und die Anzahl ſeiner Einwohner iſt un⸗ geachtet des vortrefflichen Bodens der Inſel nicht viel groͤßer, als jene zu Policandro.

Zwiſchen Sikino und Policandro liegt die kleine Inſel Panagia mit einer kleinen Kapelle der b. Jungfrau, in welcher ſich an allen großen Feſtta⸗