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geln geleitete, und von dem beruͤhmten d'Entreca⸗ ſteaux kommandirt wurde, und zwei engliſchen Kut⸗ tern, welche ſie darin angriffen, ein merkwuͤrdiges Gefecht vorfiel.
Die Einfahrt in den Hafen liegt gegen Nordweſt⸗ ſte iſt ſehr breit, und die Schiffe koͤnnen ohne alle Ge⸗ fahr ſehr nahe an den Kuͤſten fahren; ſie haben auf der rechten Seite das Kap Vani, und auf der lin⸗ ken das Kap Lakidaz hierauf verengert ſich die Bucht zwiſchen den beiden Kaps San⸗Dimitri und Bom⸗ barda. Letzteres iſt ein zuckerhutfoͤrmiger Berg, auf welchem das mit Mauern umgebene Dorf Sifur liegt. Die Einwohner ſind faſt alle Lothſen, und ſehen we⸗ gen des beſſern Klimas weit geſunder und ſtaͤrker aus, als die Einwohner der Hauptſtadt Milo.
Von dieſer ſehr ſchmalen Bergſpitze, auf welcher Sifur liegt, uͤberſieht das Auge eine unermefliche Flaͤche; auf der einen Seite erblickt es die Berge von Attika, die Fluren von Argos, und das alte La⸗ konienz ſuͤdwaͤrts uͤberſchaut es die beruͤhmten Berge von Kreta, und in den andern Gegenden des Ho⸗ rizonts die zahlloſen Inſeln des Archipel, welche auf dem Waſſer zu ſchwimmen ſcheinen. Die Stelle, auf welcher Sifur ſteht, muß ſchon den Alten zum Wohnorte gedient haben: denn man trifft faſt auf je⸗ dem Schritte Stuͤcke von umgeſtuͤrzten Mauern, Saͤu⸗ len aus Pariſchem Marmor, unterirdiſche Gaͤnge, alte


