Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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Die hier beſchriebene Kleidung ziehen ſie jedoch nur zum groͤßten Staat an, und gewoͤhnlich tragen ſie eine einfachere, aber immer aus den naͤmlichen

Stuͤcken beſtehende, die nur groͤber und weniger ver⸗

ziert ſind.

Die gewoͤhnliche Beſchaͤftigung dieſer Inſulanerin⸗ nen beſteht in Baumwolleſpinnen, Struͤmpfe⸗ und Muͤtzen⸗Stricken. Zu Hauſe, wie in den Straßen, ſieht man ſie immer mit der Spindel oder dem Strick⸗ zeuge in der Hand.

Die Maͤnner treiben Handel; einige geben ſich mit dem Fiſchfange ab, andere mit dem Ackerbaue, und ſehr wenige mit der Jagd; die ganz armen Klaſ⸗ ſen endlich huͤten die wenigen Schaf⸗ und Ziegen⸗ Heerden, denn es gibt auf der Inſel weder Ochſen, noch Kuͤhe, noch irgend eine andere Art Vieh

Einige Einwohner von Milo und Argentiere halten auch Heerden auf der Inſel Polino, welche die Europaͤer die Verbrannte nennen, weil die Venetianer in ihren langwierigen Kriegen mit den Tuͤrken die große Menge von Oelbaͤumen, mit wel⸗ chen dieſe Inſel bedeckt war, verbrannt haben. Sie liegt gegen Oſt von Argentiere, und iſt durch einen, nur eine Viertelſtunde breiten, Kanal davon getrennt. Sie gehoͤrte bei meiner Anweſenheit daſelbſt einigen Privatleuten von Milo und Argentiere.

XVII. Ich hatte mir die Inſel Argentiere und die ſehr nahe gelegene Inſel Milo, zu einem

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