Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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Schawl, und laſſen die lockige Seite derſelben uͤber Stirne und Schlaͤfe herabhaͤngen. Die Haare ſind mit einem roſenfarbenen Band durchflochten; dieſe Flechte wird auf dem Scheitel zuſammen geroht, mit einem ſchwarzen Bande feſtgebunden, und eine Men⸗ ge von rothen Baͤndern auf dieſelbe geſteckt. Auf dem Hintertheile des Kopfes wird ein langes Stuͤck Sei⸗ denzeug mit einer breiten goldenen Spitze befeſtigt, und faͤllt dann frei uͤber den Nuͤcken hinab. Den Hals ſchmuͤckt ein Halsband von Gold, von Gagath oder Bergwachs, oder auch von Perlen, und an dem⸗ ſelben haͤngt ein Kreuz. Bruſt und Hals bedeckt ein großes Stuͤck rother Sammet mit goldenen Syitzen und einem himmelblauen Bande beſetzt. Unter die⸗ ſem Bruchſtuͤcke geht eine Art ſeidener Schuͤrzen bis auf die Kniee; in einem rothen Bande, welches wie ein Guͤrtel umbunden wird, und von welchem auf ei⸗ ner jeden Seite ein Ende herabhaͤngt, wird auf der linken Seite ein Naſentuch befeſtigt. Das Oberkleid macht bei dieſer Tracht das reichſte Stuͤck aus; es iſt mit roſenfarbenen Baͤndern eingefaßt, auf welche durch⸗ brochene Goldſpitzen genaͤht werden. Es reicht nicht uͤber die Kniee hinab, unter welchen die baumwolle⸗ nen Unterbeinkleider gebunden werden, welche das ganze weibliche Geſchlecht im Oriente traͤgt. Der bloße Theil des Kniees wird gleichfalls umbunden. Das ſonderbarſte Stuͤck dieſes Anzuges ſind die Aer⸗ mel, welche wirklich außerordentlich und ganz unge⸗