Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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ge nieder, weil ſie den Ueberftuß an Nahrung, und die vielen ſchuͤtenden Waldungen nicht mehr finden. Dagegen hat alles Schaͤdliche und Verderbliche uͤberhand genommen. Die Schlangen, welche ſich gerne unter Schutt und verwachſenen Gebuͤſchen auf⸗ halten,Aanzen ſich ſo ungehindert fort, daß man aufs neue ſeine Zuſlucht zu den Katzen wird nehmen muͤſſen, um die Inſel von ihnen zu reinigen. Die Taranteln mit ſchwarzem, haarigten Koͤrper und gel⸗ ben feurigen Augen, ſind keine Seltenheit auf dieſer Inſel; man findet auch daſelbſt, obgleich nur ſelten, die ſchreckliche Art von Spinnen, deren Gift alles toͤdtet, was es beruͤhrt. Pallas(im 3. Theile ſei⸗ ner Reiſe durch verſchiedene Provinzen des ruſſiſchen Reiches) nennt ſie Skorpion⸗Spinne(Phalan- gium Araneodes). Die Farbe dieſes Inſektes iſt fahlgelb; es iſt mit langen Haaren, und hin und wieder mit Stacheln verſehen; ſeine Groͤße betraͤgt ungefaͤhr einen Zoll. Es lauft mit einer außerordent⸗ lichen Schnelligkeit, und iſt deßwegen ſchwerer zu vertilgen. Sein Biß iſt aͤußerſt gefaͤhrlich; der gebiſ⸗ ſene Theil ſchwillt ploͤtzlich auf, verurſacht unausſteh⸗ liche Schmerzen, und wenn man nicht ſchnell die gehoͤrigen Gegenmittel anwendet, unter welchen Oel⸗ umſchlaͤge, ſtaͤrkende und Schweiß treibende Mittel

die bewaͤhrteſten ſind, ſo erfolgt der Tod unvermeidlich.

Man findet die Skorpion⸗Spinne in mehreren Gegenden der Levante, in Arabien, Syrien,