Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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Die praͤchtige Sophien⸗Kirche, in welcher die chriſtlichen Koͤnige gekroͤnt wurden, iſt in eine Mo⸗ ſchee verwandelt, und dadurch gegen die Zerſtoͤrung geſichert. Die Lage der Stadt iſt ſehr angenehm; ſie iſt mit Gaͤrten umringt, und die Gegend außerſt fruchtbar.

Etwas weiter auf der ſuͤdlichen Kuͤſte liegt Lar⸗ naca, der Aufenthaltsort der Konſuln und Kaufleute verſchiedener europaͤiſcher Nationen, mit einer ſchoͤ⸗ nen Rhede, welche am meiſten unter allen beſucht wird; auch wird ein ziemlich betraͤchtlicher Handel daſelbſt getrieben. Die Umgegend traͤgt das Gepraͤge von dem Verheerungs⸗Syſteme der Tuͤrken; da in der ganzen Umgegend kein Waſſer vorhanden iſt, ſo wird man von einer faſt erſtickenden Hitze zu Boden gedruͤckt.

Dicht bei Larnaca lag Citium, eine ahonizi⸗ ſche Kolonie, und eine beruͤhmte Stadt des Alter⸗ thums; in ihr erblickte der Philoſoph Zeno das Ta⸗

geslicht, und endete der beruͤhmte Feldherr der Athe⸗ ner, Cimon, ſein Leben. Man mag um Larnaca graben, wo man will, ſo findet man Ueberbleibſel dieſer alten Stadt. Allein Nachſuchungen anſtellen, welche ein Gewinn fuͤr die Kuͤnſte und die Geſchichte ſeyn wuͤrden, hindert der Argwohn der Tuͤrken. ſ

Eine halbe Stunde von Larngea liegt der Fle⸗ cken Salines, welcher von dem in der Naͤhe be⸗ findlichen Salz⸗See ſeinen Namen hat. In der Rhe⸗