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die Ruinen derſelben noch immer verſtuͤmmeln, und zu den gemeinſten Zwecken verwenden. Wo ſonſt die Grazien herrſchten, gebietet jetzt ein alter Moslem, vor welchem ſie fliehen.
Die Reichthuͤmer, welche die Inſel in dem In⸗ nern ihrer Gebirge verſchließt, aufzuſuchen, verbietet auf das ſtrengſte der Despotismus der Regierung. Das Kupfer, welches ehemals in ſo großer Menge auf der Inſel gewonnen wurde, daß ihr die Alten deßhalb den Beinamen: Beroſa.(Kupfer⸗Inſel) ga⸗ ben, liegt jetzt vergebens in dem Schooſe der Berge, wie das Eiſen, der Zink, das Zinn, nebſt einer Menge anderer Mineralien.—
Von den alten Gold⸗Minen findet man jetzt keine Spuren mehr, noch von den ehemaligen Arbeiten. Doch iſt wahrſcheinlich, daß ſie in der Gegend von Chruſoceo, einem Dorfe an dem Meerbuſen die⸗ ſes Namens zu ſuchen ſind; auch gab es dergleichen in der Naͤhe von Tamaſſus(dem heutigen Fa⸗ maguſta) und an dem Fuße des Olymp.
Das cypriſche Kupfer war in dem Alterthume das vorzuͤglichſte auf der Welt; man brauchte es be⸗ ſonders zur Bereitung des korinthiſchen Erzes, einer Miſchung von Kupfer, Gold und Silber, auf welches die Griechen einen außerordentlichen Werth legten.
Hin und wieder findet man auch ergiebige Minen von Eiſen⸗Erz; in den Felſen guch ſehr ſchoͤnen Berg⸗ eryſtall, Baffiſcher Diamant genannt, weil er


