Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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benutzen jeden Ruhepunkt, welchen ſie in dieſen mit

Inſeln und Schiffen bedeckten Meeren haͤufig finden, und kommen endlich von Inſel zu Inſel, und von Schiff zu Schiff in Aegypten an. Viele indeſſen werden durch heftige Windſtoͤße in die Meeres⸗Wellen geſchleudert, andere werden, wenn ſie Ruhe ſuchen, den Menſchen zur Beute. In Aegypten faͤngt man ſie mit Netzen, und bewahrt ſie in Kaͤfichen aus Weiden, deren obere Wand aus Leinwand beſteht, damit die Wachteln, wenn ſie ſchuell aufwaͤrts flie⸗ gen, ſich die Koͤpfe nicht einſtoßen.

Andere Voͤgel belebten unſere Einſamkeit, ver⸗ zehrten auf den Verdecken den Reſt unſerer Mahlzei⸗ ten, und verminderten die uns laͤſtigen Inſekten. Mit dem Weſtwinde verließen uns unſere gefiederten Begleiter, und flogen gegen die Kuͤſten Syriens und die Inſel Cypern, welche wir auch bald er⸗ reichten.

III. Die Inſel Cypern liegt in dem unermeb⸗ lichen Meerbuſen, in welchen ſich oͤſtlich das mittel⸗ laͤndiſche Meer verengt, und uͤber welchen ſie zu herr⸗ ſchen beſtimmt ſcheint. Ihre noͤrdliche Breite iſt 350, und ihre Laͤnge 500. Nicht weit von ihr liegen gegen

Norden die gekruͤmmten Kuͤſten von Karamanien,

dem alten Cilieien, ſuͤdlich aber entfernter, die Kuͤſten Aegyptens, und nicht weit gegen Oſten die flachen Kuͤſten Syraens, welche dem mittellan⸗ diſchen Meere Grenzen ſetzen. Nach dem Glauben