Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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Stoff zu intereſſanten Bemerkungen und Unterſuchun⸗ gen zu finden glaubte. Vor allen zog das einſt durch Wiſſenſchaft und Kuͤnſte verherrlichte Griechen⸗ land, welches in ſeinem Schooſe ſo viele Helden und große Maͤnner erzeugt hatte, meine Aufmerkſam⸗ keit an ſich. Die Wellen des griechiſchen Meeres, durch eine zahlloſe Menge von Inſeln vergehens auf⸗ gehalten, waͤlzen ſich auf die flachen Kuͤſten Aegyy⸗ tens; ein ſchmaler Raum treunt dieſe Laͤnder, auf welche beide das Alterthum ſtolz iſt.

Da ich bei meiner Abreiſe aus Aegypten kei⸗ nen andern Zweck hatte, als durch Griechenland und einige andere tuͤrkiſche Provi nzen zu reiſen; ſo war mir ganz gleichguͤltig, welchen Ort ich zuerſt be⸗ ſuchte. Ich benutzte daher das erſte Schiff, welches aus dem Hafen von Alexandrien abfuhr, ging den 17. Oktober 4778 unter Segel, und verlor bald die Sandhuͤgel und die beruͤhmte Saͤule aus den Augen, welche den Schiffen, wenn ſie Alexandrien ſich naͤhern, zum Wahrzeichen dienen. n

II. Der kleine Vorrath von Lebens⸗Mitteln, wel⸗ chen ich in das Schiff nahm, beſtand groͤßtentheils aus lebendigen, bei Aegypten gefangenen Wach⸗ teln. Sie wandern wie andere Zugvögel regelmaͤßig aus. Obgleich ſie ſich muͤhſam in die Hoͤhe heben, immer niedrig, und nie lange fliegen, ſo unterneh⸗ men ſie doch Reiſen in die entfernteſten Laͤnder. Sie ſtreifen immer auf der Oberfͤche des Waſſers, be⸗