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tersburg, liegt zwiſchen hohen, bergigten und wil⸗ den Ufern an der Duͤna. Sie hat mehrere— theils holzerne Haͤuſer, aber eine Menge ſteinerner Kirchen und acht Kloͤſter, welche ſehr reich verziert ſind, 44,000 Einwohner, und aͤußerſt kothige Straßen. Die da⸗ ſelbſt wohnenden Juden handeln theils mit Linden⸗ meth, der ſehr berauſcht und Lipez; heißt, theils mit andern Gegenſtaͤnden. Sie verheirathen ſich ſehr jung; man ſah einen Mann von 13 Jahren und eine Frau von 9 Jahren.
Die ganze Gegend um Witebsk iſt arm, und ihr Volk iſt ungluͤcklich und elend. Waͤhrend der Bauer oft Brod aus Hanfſaamen baͤckt, oft gar kei⸗ nes hat, verpraßt der reiche Guts⸗Beſitzer ſein erpreß⸗ tes Vermoͤgen in der Reſidenz.
Bei der erſten Station hinter Witebsk kamen die Reiſenden an den Dnjepr, an den Boriſthe⸗ nes der Alten, der daſelbſt nicht ſehr breit iſt. Nun lief der Weg laͤngs dem Ufer des Fluſſes. Tiefer Schnee noͤthigte zu oͤfterem Haltmachen. Im Dorfe Oraͤchow, wo Reimers mit ſeinen Reiſe⸗Gefaͤhr⸗ ten uͤbernachtete, wurde dieſem, der bis dahin die Kaſſe fuͤhrte, ſein Taſchenbuch mit 100 Rubel Bank⸗ Aſſignationen entwendet, von wem, erfuhr man nicht. Von da fuͤhrte der Weg durch Alleen zum Staͤdtchen Orſcha am Dnujpr. Hier befand man ſich ſchon im Mohilewſchen Gouvernement, worin 663,000 Einwohner, 166 auf die Quadratmeile gezaͤhlt


