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ſich dem Dienſte Gottes gewidmet zu haben, vorge⸗ ben, da ſie doch alle Schandthaten und Grauſamkeit begehen. Sie legen das Geluͤbde einer ſtrengen Lebens⸗ art, des Gehorſams und der Keuſchheit ab, welches ſie aber ohne Bedenken brechen. Ihr Hauptkloſter iſt zu Kogni in Natolien, wo der Chef ihres Ordens wohnt. Mevelava, ein Sultan dieſer Stadt, war ihr Stifter. Es gibt verſchiedene Arten von Der⸗ wiſchen.
Sehr große Liebhaber ſind die Tuͤrken vom Schach, welches Spiel ganz mit dem Ernſte ihres Tempera⸗ ments uͤbereinſtimmt. Im Eſſen ſind ſie ſehr enthalt⸗ ſam, ſie ſpeiſen nur einmal des Tages, und zwar ge⸗ gen Abend. Die Finger vertreten die Stelle der Meſ⸗ ſer und Gabel, das Fleiſch wird ſtark geroͤſtet, vor und nach der Mahlzeit allemal die Haͤnde gewaſchen.
Der Perſon nach ſind ſie ſehr ſtark, von derber Leibes⸗Beſchaffenheit, und uͤberhaupt eine ſchoͤne Men⸗ ſchen⸗Race. Die Traͤgheit ihres Geiſtes gibt ihrem Geſichte etwas Schlappes, und der Ernſt in ihrem Betragen und ihren Mienen eine unangenehme Gleich⸗ foͤrmigkeit und Steifheit.
Ueber eine knappe Weſte tragen ſie eine kurze Jacke, welche mit einem langen weiten Rocke bedeckt iſt. Ihre Beinkleider gehen bis auf den halben Fuß, und haͤngen wie ein Sack um denſelben her. Die Struͤmpfe ſind kurz, die Pantoffeln von marokkani⸗ ſchem Leder, meiſtens gelb. Um das Sopha nicht zu


