275 und Bukkowiniens bewohnten nach den Zeugniſſen des Strabo, Livius, Plutarch, Paulus Aemi⸗ lius und Taeitus, die Baſtarner, galliſſche Voͤlker.
Von Bukkowinien kam ich in die Moldau. Gegen Suͤden gewaͤhrt die Noldau durch ihre Huͤgel, bebluͤmten Weiden den herrlichſten Anblick; das Klima iſt rein und geſund im untern, aber nicht in dem oberen ſumpfigen. Sie hat im Betreff der Fruchtbar⸗ keit des Landes wenige Doͤrfer; gegen Siebenbuͤr⸗ gen it ſie gebirgig; in den Waͤldern finden ſich hohe Baͤume. Sie bringt Honig, Wein und Fruͤchte je⸗ der Art, wie in Italien, in Menge hervor; nur Schade, daß der Anbau vernachlaͤſſigt wird; den Reichthum des Volkes, welcher in Pferden und Rin⸗ derheerden beſteht, beſitzen zwiſchen byzantiſchen Un⸗ terthauen ſehr reiche, gefäͤlligere und ſo verweichlichte Griechen, daß man mit Bewunderung ließt, wie die
Roͤmer das Daziſche Volk gefuͤrchtet haben. Die Hauptſtand des Landes, Jaſſi, hat mit Ausnahme des Palaſtes des Fuͤrſten hoͤlzerne Haͤuſer; ſie liegt niedrig, und iſt rings mit Seen umgeben. Das Klima iſt der Waſſer wegen ungeſund, und im Sommer ſehr heiß. Als die Tuͤrken in die Enge ge⸗ trieben waren, wurde es von den Ruſſen gegen die Donau beſeſſen; ihre Truppen fochten unter dem Fuͤr⸗ ſten Potemkin; das uͤbrige der Moldau jenſeits von Seret, beſaßen die Oeſterreicher. Zu Jaſſi


