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2) die Magnaten. Letztere theilen ſich in Grafen und Barone. 4
Die Unadelichen genießen die Vorrechte und Freiheiten der Großen nicht, und zerfallen in Buͤr⸗ ger und Leibeigene.
Die Leibeigenen, gewoͤhnlich Jobbagio⸗ nen genannt, ſind Diener des Adels, theils aus auf⸗ genommenen Nationen, theils aus den geduldeten Voͤlkern entnommen, und fuͤhren gemeinlich und nach dem Geſetze den Namen Bauern. Dieſe Bauern koͤnnen keinen Prozeß gegen die Adelichen fuͤhren, ſon⸗ dern ihr Gutsherr fuͤhrt fuͤr dieſelben den Streit. Wenn ein Adelicher vor Gericht geladen wird, ſelbt wenn der Prozeß ſeine eigene Perſon angeht, ſo wird die Vorladung nicht dem Adelichen, ſondern einem Untergebenen deſſelben bekannt gemacht. Bei jedem Guts⸗Beſitzer wird Gericht gehalten; er iſt die erſte Inſtanz der Jobbagionen; bei demſelben halten einige Adeliche, ſo oft es noͤthig iſt, Gericht. Wenn eine Partei ſich vervortheilt glaubt, ſo bleibt ihr das Recht, ſich an das Gericht der Grafſchaft oder des Stuhles zu wenden. Wenn ein Jobbagio Jemanden ein Un⸗ recht zufuͤgt, ſo wird der Streit von ſeinem Herrn geſchlichtet. Wenn er ein groͤßeres Verbrechen began⸗ gen hat, ſo flieht er eilends zu ſeinem Herrn, laͤßt ſich freiwillig in das Gefaͤngniß werfen, und kann nur
nach geſtellter Buͤrgſchaft entlaſſen werden. Oft wird er aber ohne eine ſolche Buͤrgſchaft ſeines Herrn


