Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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ſondern ſagen, wie andere Orientalen, der Sohn des... Die Perſer ſind ſehr neugierig und aber⸗ glaͤubiſch, daher die Aſtrologen und Wahrſager, Ra⸗ mule, bei ihnen in großen Ehren ſtehen. Was ihnen ferner werth iſt, ſind ihre Kalender, Taknim, nach denen ſie ſich in Allem richten. Sie ſind zu unflaͤtigen und ſchmaͤhenden Worten ſehr geneigt; jedoch hoͤrt man nie einen Fluch aus ihrem Munde. Wollen ſie etwas beſtaͤtigen, ſo ſchwoͤren ſie, und bedienen ſich dabei folgender beider Schwuͤre: Serazire Cha, bei dem lieben Haupte des Koͤniges, oder Eryabigum- ber, bei dem Geiſte des Propheten. Die Perſer ſind ehrgeitzig, ſchmeichleriſch, und aͤußerſt Pracht lie⸗ bend, beſonders die Großen, deren Pferde ganz mit Gold und Silber bedeckt ſind. Zum Spielen ſind ſie nicht geneigt. Gluͤckſpiele ſind nach ihrem Geſetze verboten. Sie tanzen auch nicht; nur feile Maͤdchen tanzen bei Gaſtmalen zur Beluſtigung der Geladenen. Es giebt unter ihnen Taſchenſpieler, welche durch ihre Kuͤnſte bei Gelegenheit von Gaſtmalen Unterhal⸗ tung verſchaffen. Zum Waſchen und Baden vor dem Gebete, nach Beruͤhrung einer Unreinigkeit, nach dem Beiſchlafe u. ſ. w. ſind ſie nach ihrem Geſetze verbun⸗ den. Hiezu giebt es oͤffentliche Bade⸗Anſtalten, Vor⸗ nehmere haben auch eigene Baͤder in ihren Haͤuſern. Auf den Straßen in den Staͤdten tragen beſoldete Leute, Sakas genannt, Waſſer herum, welches ſie Jedem ohne Unterſchied zum Trinken darbieten. Die