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dritte die Currentſchrift. Sie ſchreiben mit kleinen indianiſchen Rohren auf baumwollenes Papier mit Dinte. Da ich der perſiſchen Schrift erwaͤhne, will ich auch der Sprache gedenken, die ſie in Belich, Seiascet, Feſchiſch und Cobahet abtheilen. Die perſiſche Sprache heißen ſie Belich. Solche iſt mit arabiſchen Worten, indem die perſiſche Sprache ſehr wortarm iſt, vermiſcht, und wird von den Ge⸗ bildeten geſprochen. Sciaſeet heißen ſie die tuͤrkiſche Sprache, welche bei Hof geredet wird. Arabiſch oder Feſchiſch reden nur die Gelehrten. Cobahet iſt die perſiſche Sprache gemeiner Leute. Obige perſiſche Sprache, Belich genannt, iſt die Hofſorache an dem Hofe des großen Moguls, des Koͤniges von Gol⸗ eonda und des Koͤniges von Viſapour.
Die Gerichtspflege iſt in Perſten muͤndlich, und ohne alle Weitlaͤufigkeit; es bedarf dazu weder Anwaͤlte, noch ſonſt etwas. Der Kan iſt in ſeiner Provinz oberſter Richter, und repraͤlentirt den Koͤnig; doch iſt in jeder Stadt ein Divan⸗Beaui, der nur un⸗ ter dem Koͤnige ſteht, dem aber der Kan einen De⸗ roga an die Seite ſetzt. Beide ſind Kriminal⸗ Richter.
In Perſien iſt die Polizei von vorzuͤglicher Beſchaf⸗ fenheit; ohne Furcht beraubt oder beſtohlen zu wer⸗ den, kann man das Land durchreiſen. An allen Fluͤſ⸗ ſen, Baͤchen und Gebirgspaͤſſen ſtehen Soldaten, Radars, welche jeden anhalten, und ihn fragen,


