Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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einen Kan abgehen laſſen, und dafuͤr einen Aſſef geſetzt. Die Kane waͤhlt der Koͤnig aus den Corſchien oder Goulamen, welche ſchoͤn von Koͤrper, und tapferer wie die Perſer ſind. Die eigentlichen Perſer ſind nicht ſchoͤn, was die Gauern und Guebern, in denen ſich das alte Perſer⸗Volk noch am reinſten erhalten hat, beweiſen. Dieſe ſind ſchwarzgelb und nicht wohl geſtaltet. Die Perſer heutigen Tages ſind von ſchoͤ⸗ nerer Farbe, hievon iſt aber die Verheirathung mit Georgierinnen, Cireaſſierinnen und andern Frauen zwiſchen dem ſchwarzen und kaſpiſchen Meere die Urſache.

In Perſien giebt es ² Gattungen von Militaͤr, die eben ſo viele Armeen bilden. Dieſe 3 Arten ſind die Corſchien, die Goulamen und die Du⸗ fenkgien.

Die Corſchien ſtammen von einem alten frem⸗ den Geſchlechte, welches wegen ſeiner Tapferkeit im⸗ mer in hoher Achtung ſtand. Sie ſind ein Nomaden⸗ Volk, und ſchicken ihre Kinder fruͤhzeitig dem Koͤnige, damit er ſie in ſeine Dienſte aufnehme. Bis dieſes geſchieht, unterhalten ſie dieſelben. Dieſe Corſchien ſind beritten, und erheben einen hohen Sold. Nicht ſelten werden einige aus ihnen zur Beſetzung der boͤchſten Aemter im Staate genommen. Man nennt ſte ſonſt auch Keſelbachen, Rothkoͤpfe, weil ſie vordem eine rothe Muͤtze auf dem Haupte trugen. Sie haben ihre Offiziere und einen General, welcher