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verpflanzte. Es hat ſchoͤnere Straßen und Haͤuſer, als IFſpahan, ſſt ſehr bevoͤlkert und neben den Ar⸗ meniern noch von andern chriſtlichen Sekten bewohnt. Die Armenier haben hier 15— 16 Kirchen, mehrere Klöͤſter, einen Erzbiſchof und viele Biſchoͤfe. Sie ſind beinahe alle Kaufleute, und durch ihren Handel, wie durch ihre Klugheit und Sparſamkeit ziemlich reich geworden. Hier, wie in Iſpahan, giebt es auch katholiſche Moͤnche, Auguſtiner, Karmeliten, Kapuziner und Jeſuiten. Die Mehrzahl der Einwohner von Iſpahan ſind Muhametaner; doch zaͤhlt man darin auch Juden, die ſich vom Scha⸗ cher naͤhren, und gegen 10— 12,000 Banian en, in⸗ dianiſche Getzendiener. Man erkennt dieſe leicht an ihrer ſchwarzbraunen Farbe, noch mehr durch einen gelben, mit Safran auf die Stirne gezeichneten Flecken, welchen ſie nach ihrer Religion tragen muͤſſen. Nebſt⸗ dem haben ſie kleinere Kopfbuͤnde und Schuhe, die den unſrigen aͤhnlich, und oben mit Blumen geſiickt ſind. Sie haben ſehr viele Kenntniſſe von den Muͤnzen, und treiben Wechſelgeſchaͤfte. In ihren Haͤnden iſt beinahe alles Geld von Iſpahan.
Obgleich man in Perſiten verſchiedene Religionen und Sekten antrifft, ſo haben doch nur drei vermoͤge ihrer Ueberzahl den Vorrang, naͤmlich die Muba⸗ metaner, die Gauern und die Armenier. Ihre Religionen ſind gleichſam die drei anfcenam nenen des Staates.


