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koͤnnten. In Perſien werden auch Tuͤrkiſſe ge⸗ brochen und Perlen gefſcht.
Die Blumen in Perſien ſtehen den Europaͤi⸗ ſchen an Mannigfaltigkeit, Schoͤnheit und Glanz weit nach. Die gewoͤhnlichſten Blumen, die man findet, ſind Roſen und Lilien. Auch ſind die Fruͤchte nicht ſo ſchmackhaft, als in Frankreich. Man baut Aepfel, Birne, Pomeranzen, Granataͤpfel, Pflaumen, Kirſchen, Quitten, Miſpeln, mehrere Arten Morellen, Piſta⸗ zien, herrliche Melonen, und in manchen Gegenden Wein, den man aber nicht in Faͤſſern, ſondern in großen irdenen Geſchirren, von welchen eines mehrere Eimer haͤlt, und entweder uͤberfirnißt oder mit Ham⸗ melfett uͤberſtrichen iſt, in Kellern aufbehaͤlt. Unter den Weinen iſt derjenige, welcher um Schiras waͤchſt, der beſte. Der Weinſtock wird in den warmen und kalten Gegenden Perſiens gerade ſo, wie in den warmen und kalten Gegenden Europas gewartet.
In Perſien werden wilde und zahme Thiere ge⸗ funden. Die wilden ſind Loͤwen, Baͤren, Leoparden. Jedoch finden ſich dieſe nur in geringer Zahl vor, und man hoͤrt nicht, daß von denſelben Jemand beſchaͤdiget wuͤrde. Es giebt auch daſelbſt Stachelſchweine. Die tahmen Chiere, beſonders diejenigen, welche man zum Tragen der Laſten gebraucht, ſind Kameele, Maulthiere, Eſel und Pferde. Die Pferde ſind von mittlerer Groͤße, vorn ſehr ſchmal, aber uͤberaus lebhaft und fluͤchtig, ſie werden nicht wallachet, und mit Gerſte
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