Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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ſtern erzogen werden, hoͤren Beicht, konuliren und taufen.

Camauia hat gegen Oſt das kaſpiſche Meer zur Graͤnze; gegen Weſt ein Gebirge, das es von Circaſſien trennt; gegen Nord graͤnzt es an das Gebiet von Moskau; gegen Suͤd an Georgien. Weſtlich von dem Gebirge bis zum Fluſſe Terki hat es ein trefflich ſchoͤnes ebenes Land zum Ackerbau, und huͤbſche Wieſen. Das Land iſt nicht ſehr bevoͤlkert, daher auch wenig bebaut. Einen Acker beſaͤet man nicht 2 Jahre hinter einander. Das Klima iſt wie zwiſchen Paris und Lvon. Es regnet zuweilen, je⸗ doch kann das Land auch durch 2 Fluͤſſe, von welchen einer Coyaſon heißt, und da, wo die Wolga in das kaſpiſche Meer muͤndet, auch hineinfaͤllt, be⸗ waͤſſert werden. Die Einwohner dieſes Landes, die Comanier oder Co mouchen, naͤhren ſich haupt⸗ ſäͤchlich vom Fiſchfange und dem Thran, mit dem ſie Handel treiben, zum Theile auch vom Raub. In die⸗ ſer Gegend lebt noch ein anderes Volk, die Kal⸗ mucken. Sie ſitzen an der Kuͤſte des kaſpiſchen Mee⸗ res zwiſchen Moskau und der grofen Tatarei. Dieſes Volk iſt ſtark, aber das haͤßlichſte unter der Sonne. Ihr Antlitz iſt flach und breit; zwiſchen den beiden Augen iſt gerne s Finger Raum. Ihre Augen find klein, ihre Naſe ſo flach, daß man von derſelben nichts, als die beiden Naſenloͤcher ſieht. Die Fuͤße haben ſie einwaͤrts, die Knie auswaͤrts gebogen. Sie