Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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theils aber auch, um eines hohen Zolles von 4 Reichs⸗ thalern fuͤr ein Kameel, und 2 Reichsthalern fuͤr eine Pferde⸗Ladung, welchem man auf der Landſtraße un⸗ terliegt, uͤberhoben zu ſeyn. Ich reiste zweimal uͤber Kars. Dieſer Weg iſt nicht viel laͤnger und ſchlim⸗ mer, als der andere. Er fuͤhrt zwar anfangs 4 Tage lang uͤber Gebirge und durch Gehoͤlz, und geht waͤh⸗ rend dieſer Zeit nur durch ein einziges Dorf; allein wenn man dieſen zuruͤckgelegt hat, und Kars naͤher gelangt iſt, kommt man in eine uͤberaus anmuthige, bebaute und fruchtbabe Gegend. Die Stadt Kars, unter dem 78⁰ 40 der Laͤnge und 42⁰ 40 der Breite, liegt in einer ſehr fruchtba⸗ ren Gegend. Sie iſt groß, aber nicht volkreich; be⸗ ſonders zeichnet ſie ſich durch die Wohlfeilheit der Lebensmittel aus. Von Kars hat die Karavane 9 Tage nach Erivan. Man öuͤbernachtet, da auf dieſer Reiſe keine Karavanſen zu treffen ſind, an den be⸗ auemſten Orten. Den erſten Tag fuͤhrt der Weg vor einem zerſtoͤrten Kloſter und einem gleichfalls zerſtoͤr⸗ ten Dorfe, den andern Tag vor den Ueberreſten der Stadt Anikagae vorbei. Anikagae, Stadt Ani⸗ von einem Armeniſchen Koͤnige Namens Ani erbaut, muß ehemals ſehr feſt geweſen ſeyn. Sie liegt auf einem Moraſte, in dem man noch Spuren von 2 Daͤmmen, auf welche man ihr allein nahe kommen kann, ſieht. Auch bemerkt man in ihr noch die Ueberreſte etlicher ſchoͤner Kloͤſter. Gegen Morgen