149
dieſer Entfernung von der Stadt iſt eine Zoͤhnerei, wo alles baare Geld, welches aus der Tuͤrkei gebracht wird, mit 2 vom 100 verzollt wird, manchmal wenn ſich die Kaufleute ſtraͤuben, auch nur mit ein Proxcent. Denn obwohl die Kaufleute ganz der Willkuͤhr der Zoͤllner uͤberlaſſen ſind, ſo koͤnnen ſie dieſelbe doch in Schranken zuruͤcktreiben, wenn ſie ausarten will. Sie ziehen naͤmlich einen andern Weg, und umgehen die Mauthſtationen, wodurch dann der Baſcha und die Zoll⸗Einnehmer, die ſich in den Zollgefaͤllen theilen, die Einnahme entbehren, und ihren Nachtheil wahr⸗ nehmend, ſpaͤter gerne ſich nach den Kaufleuten be⸗ quemen. Eine zweite Zollſtation von Erzerum nach Erivan iſt bei dem Schloſſe Haſſam⸗Kale. Ein Kameel, wie eine Pferdeladung giebt etwa 1⁄½2, auf der Rückreiſe 4 Thaler.
Von dieſem Schloſſe weiter reiſend, lagert man ſich bei der Brucke nahe an dem Dorfe Choban⸗ Kupri. Dieſe ſchoͤne Bruͤcke traͤgt uͤber 2 Fluͤße, von welchen einer von Kars, der andere vom Ge⸗ birge Binguiel herfließt. Beide vereinigen ſich, und ſtuͤrzen in den Fluß Aras. Hier theilt ſich oͤfters die Karavane; weßwegen man, wenn ſolches der Fall iſt, 4— 2 Tage daſelbſt Halt macht, um ſich noch einmal mit einander vergnuͤgen zu koͤnnen. Ein Theil der Kaufleute zieht auf der Landſtraße weiter, der andere haͤlt auf Kars zu, theils um des oͤftern und beſchwerlichen Wadens durch den Fluß Aras⸗


