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Guaiana, 4 Grad 4s Minuten noͤrdlich, und im 332. Grad der Laͤnge, wird von zwei Armen des Fluſ⸗ ſes umgeben, und hat vielleicht 18 Seemeilen im Umfange. Nach Froger iſt ſie gegen das Ufer ziem⸗ lich hoch, in der Mitte aber ſo ſumpfigt, daß man zu Lande nicht von einem Ende auf das andere kommen kann. Die Staͤdt liegt nordwaͤrts der Iuſel, wo⸗ Katur und Kunſt gleichviel zu ihrer Befeſtigung bei⸗ getragen haben; ihre Geſtalt iſt ein unordentliches Sechseck. Sie wird auf allen Seiten durch die Bat⸗ terien der Feſtung, welche mit 60 Kanonen beſetzt ſind, vertheidigt. Die Zahl der Einwohner betrug damals 400, jene der ordentlichen Beſatzung 200, welche durch erſtere bei einem Ueberfalle verſtaͤrkt wur⸗ den. Durch die Jeſuiten iſt die Kirche St. Salva⸗ tor in der Stadt, und eine Kapelle außerhalb die⸗ ſer geſtiftet worden.
Da der Regen daſelbſt jaͤhrlich 9 Monate dauert, und die Stadt mit Gehoͤlz und Suͤmpfen umgeben iſt, ſo iſt das Klima der Geſundheit ſehr nachtheilig. Doch hat ſich das Uebel ſeit der Bebauung ziemlich gemindert. Der vornehmſte Handel koͤnnte in Zucker, Roucou, Baumwolle und Indig beſtehen, wenn ge⸗ nug Arbeiter waͤren. Aus Frankreich wird Wein, Brantwein, Mehl und eingeſalzenes Fleiſch dahin ge⸗ bracht. Das Rindvieh iſt nicht zahlreich, und darf


