Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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Den andern Tag zogen wir durch ein weites Sand⸗ Feld, welches 10 Meilen lang und 4 breit war. In demſeiben ſahen wir viele kleine Sandhuͤgel. Bei unſerem Eintritte erhob ſich ein ſtarker Oſtwind und wohte uns mit lebendigem Sand begraben. In einem Augenblicke ward die Luft vom Staube verdichtet und

der Sandberg ſtand auf einem andern Platz.

2

In 8 Tagen ſahen wir die Mauern von Bedtua,

und wurden auf Koſten des Fuͤrſten empfangen. Vor

unſerer Ankunft ſchickte er uns 500 Pferde entgegen.

Der Fuͤrſt war von mittlerer Statur, ziemlich ſchwarz;

in ſeinem Geſichte erſchienen gewiſſe Zeichen von

Majeſtaͤt, in ſeinen Gebaͤhrden und ſeiner Bedienung aber ließ er ſeine Hoheit ſehen.

Wir wurden praͤchtig empfangen, unſer Zug ging durch breite Straßen zu dem Palaſte, welcher aus Marmor und Backſteinen erbaut war, und durch ſeine rothe und weiße Farbe ein artiges Anſehen erhielt. Wir gingen durch drei Hoͤfe von ſauberer Arbeit. In dem erſten Hofe ward mein Herr von dem Se⸗ kretaͤre des Fuͤrſten empfangen, in dem zweiten von dem Bruder des Fuͤrſten, und in dem dritten von dem Fuͤrſten ſelbſt. In der Mitte deſſelben war ein großes Zelt von gruͤner Seide aufgerichtet, an deſſen 4 Ecken und an der Spitze Faͤhnchen von rother Seide,