Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

56

3z kleine Nachen aus einem Stuͤck Holz geſchnitten, in Italien Zoppoli, in Spanien Almadias genannt. Obſchon ſie zahlreich genug zur Vertheidigung waren, ſo fuͤrchteten ſte doch die vergifteten Pfeile, und ru⸗ derten deßwegen in moͤglichſter Eile nach dem Schiffe zuruͤck. Bis ſie an Bord kamen, waren die ihnen ge⸗ folgten 3 Nachen mit 25 oder 30 Moren innerhalb eines Bogen⸗Schuſſes entfernt; naͤherten ſich aber, ungeachtet wiederholten Rufes nicht weiter, ſondern fuhren nach einiger Beſchauung zuruͤck.

Des anderen Morgens 3 Uhr ſegelten die beiden zuruͤckgebliebenen Schiffe mit dem Strome unter einem ſchwachen Winde fort zur Erreichung des dritten. Sie fuhren nach einander in den Fluß, und die kleinſte Karavelle voran. Bereits hatten ſie 4 Meilen zuruͤck gelegt, als ſie ſich von einer Menge kleiner Nachen umringt ſahen, ohne zu wiſſen, woher ſie kamen. Sie wendeten ſich gegen dieſe, und machten ſich ſo ſchlagfertig, als ſie konnten. Die Nachen naͤherten ſich dem vorderen Theile von Cada Moſto's Schiffe, welches voran fuhr, theilten ſich in zwei Haͤlften, und nahmen ihn in die Mitte; erſt jetzt konnte er die 15 Barken zaͤhlen. Sie hielten ſtill und ſchauten auf die Karavelle mit Verwunderung; ſie waren 130— 150 ſtark, ſehr ſchwarz, ziemlich groß, und gut gewachſen. Sie trugen weiße Hemden von Kattun, weiße Muͤtzen auf den Koͤpfen wie die Teutſchen, aber mit einem Flügel an jeder Seite, und mit einer