Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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Jeder Einwohner kann ſo viel Weiber nehmen, als ihm beliebt. Der Koͤnig hat in der Regel wenigſtens 30, welche nach dem Alter und Range der Herren, von welchen ſie ſtammen, unterſchieden ſind. Acht oder zehn Weiber wohnen in den ihnen angewieſenen Plaͤ⸗ tzen oder Doͤrfern beiſammen, wo jedes ſein beſonde⸗ res Haus zum Aufenthalte, eine beſtimmte Zahl von jungen Maͤdchen zur Bedienung, und genug Sklaven hat, um das ihnen angewieſene Land zu bebauen, wo⸗ von ſie leben. Sie haben auch Kuͤhe und Ziegen, wel⸗ che durch Sklaven behandelt werden. Kommt der Koͤnig in eines dieſer Doͤrfer, ſo wird er von den Weibern unterhalten. Schon bei dem Aufgange der Sonne bereitet jedes Weib dieſes Dorfes 3—4 Schuͤſ⸗ ſeln mit Fleiſch, Fiſchen und anderen Nahrungs⸗Mit⸗ teln zu, welche durch Sklaven in des Koͤnigs Gemach gebracht werden; was er uͤbrig laͤßt, gehoͤrt ſeiner Be⸗ dienung; iſt kein Ueberfluß da, ſo muß dieſe hungern. So reiſt er das ganze Jahr von einem Dorfe zum andern, worin er ein Weib hat; daher ſeine zahlreiche Nachkommenſchaft ſehr zerſtreut wird. Nach der Sitte aller Großen dieſes Landes beruͤhrt er kein geſegnetes Weib.

Alle ſchwarzen Mauern gehoͤren zwar zur mahome⸗ taniſchen Religion, ſind aber darin nicht ſo gut un⸗ terrichtet, als die weißen Moren. Daher haben die Herren der erſteren ſtets einige Araber oder Azanaghier bei ſich. Dieſe praͤgten ihnen ein, daß es fuͤr ſie ſchaͤnd⸗