Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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ſten befinden ſich Loͤwen, Leoparden und Straußen, von deren Eiern Cada Mo ſto ſich oft naͤhrte. aͤngs der Kuͤſte bis zum Fluſſe Senega wohnte das Volk Azornaghi, welches braunſchwarz iſt, und ſich in einigen Plaͤtzen uͤber das weiße Vorgebirge aufhaͤlt. Sie durchlaufen die Wuͤſten, und grenzen an die Araber von Hoden. Sie ernaͤhren ſich von Korn, Datteln und Kamel⸗Milch. Im Handel mit Negern erhalten ſie Reis und Bohnen. Sie eſſen nicht viel, und ſind ſogar zum Hungern gewoͤhnt; mit einem Loͤffel voll Weizenmehl koͤnnen ſie den gan⸗ zen Tag ſich erhalten. Da die Mahometaniſche Re⸗ ligion noch nicht ſo feſten Fuß unter ihnen gefaßt hatte, ſo hoffte man, ſie um ſo eher fuͤr den katholi⸗ ſchen Glauben zu gewinnen. Sie umwinden den Kopf mit einem Duche ſo ſonderbar, daß ein Stuͤck deſſelben ihre Augen, einen Theil der Naſe und des Mundes bedeckt, welchen ſie nur bei dem Eſſen ſehen ließen. Sie hielten den Mund wegen der aufſteigen⸗ den Daͤmpfe und des uͤbeln Geruches fuͤr etwas Haͤß⸗ liches. Sie ſind ſehr arm, dem Luͤgen und Stehlen ergeben, verraͤtheriſch, ſchlank und nicht ſehr groß. Ihr ſchwarzes Haar trugen ſie wie die Teutſchen uͤber die Schultern aufgerollt; ſie ſchmierten es taͤglich mit Fiſch⸗Fett, deſſen uͤbler Geruch ihnen ſchoͤn vorkam. Die erſten Schiffe kamen ihnen wie große Voͤgel mit ausgeſpannten Fluͤgeln auf dem Meere vor; nach der Einziehung der Segel hielten ſie dieſelben fuͤr große