Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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das dem einen nuͤtzt, dem andern nicht nur nichts hilft, ſondern auch ſogar ſchadet. Sie wiſſen nicht, warum ein Menſch die Peſt vielmal bekommt, indeſ⸗ ſen ein anderer, der ſie gehabt hat, ſich kuͤhn der⸗ ſelben ausſetzt, und ſie nicht mehr bekommt; wie ei⸗ ner ſie in ſeinen eignen Kleidern tragen, ſeine Fami⸗ lie damit anſtecken, und ſie doch ſelbſt nicht bekommen kann; warum es in gewiſſen Jahren hauptfaͤchlich die Kinder und die ſchwaͤchſten Perſonen, und zu andrer Zeit hingegen die ſtaͤrkſten ſind die die Peſt zuerſt an⸗ greift: kurz, wie in einer ſo ungeheuern Stadt, als Cairo oder Konſtantinopel iſt, das Uebel von ſich ſelbſt ſo mit dem Punkte aufhoͤrt, daß der geſellige Um⸗ gang ohne Furcht, ohne Gefahr, ohne weitere Zufaͤlle wieder hergeſtellt wird, und ohne daß die Polizei deß⸗ wegen etwas verordnen darf.

Man kann zwei oder drei, ja mehrmal die Peſt haben; dieſe Seuche verringert ſich nicht, und legt ſich bloß durch die Kaͤlte des Winters.