Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

209

um von ihren Angelegenheiten an einem oͤffentlichen Orte zu ſprechen. Kurz, ſie haben von den Alten die Art, eine Sache zu behandeln und einen Kauf zu ſchließen, beibehalten.

Der Gebrauch oͤffentlicher Plaͤtze, wo ſich die Kaufleute wegen Handlungsgeſchaͤfte verſammeln, iſt bei den Griechen ſehr alt.

So bald der Kaͤufer und Verkaͤufer mit einander einig ſind, ſo legt die Mittelsperſon die Hand des erſten in die Hand des andern, welches ſie gleichſam durch einen gegenſeitigen Schwur bindet. So pflegen auch in den alten Denkmaͤlern, und hauptſaͤchlich auf

geſchnittenen Steinen, zwei einander entgegen geſetzte

und in einander geſchlagene Haͤnde das Sinnbild der Handlung zu ſeyn.

Uebrigens hat ſich dieſer Gebrauch nicht allein bei den Griechen erhalten; man findet ihn uͤberall, wo

nooch einige Spuren von Treue und Glauben der erſten

Zeitalter zu finden ſind.

Die Griechen ſind groͤßtentheils der Handlung ergeben. Sie fahren an den Kuͤſten hin von einer Inſel zur andern; ſie bringen auch ihre Waaren ins ſchwarze Meer und nach Aegypten. Es giebt ihrer ſo gar, die bis nach⸗ Indien durch Baſſora gehen, und von da enmidrleue. Tuͤcher und Zeuge mitbringen; andere gehen nach Rußland, um daſelbſt Pelzwaaren einzukaufen. Sie reiſen gewoͤhnlich alle, wie die Ra⸗ guſer, leben von Wenigem, und ſehen die groͤßte

4 4ſtes B. Griechenland. II. 2. 7