Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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wand, den ſie waͤhrend ihrer Feſte machen, zu beſtrei⸗ ten, welche viele Tage dauern und oft wiederkommen. Die Nothwendigkeit zu arbeiten, nicht um zu leben, ſondern um zu verthun, machet ſie arm, und noch be⸗ truͤgeriſcher als ſie emſig ſind.

Die Franken leihen den Armenianern und den Juden: ſie verkaufen den Tuͤrken, den Griechen und den Juden vermittelſt der letztern.

Die maͤchtigen Tuͤrken, und diejenigen, die Eh⸗ renſtellen bekleiden, ſind gefaͤhrlich: ſie kennen kein andres Geſetz als einen deſpotiſchen Willen: ſie haben allezeit Haͤndel in Bereitſchaft, um ſich von der Ver⸗ bindlichkeit gegen Perſonen zu befreien. Man muß alſo niemals fuͤr ſich alleine, ſondern im Namen eines Nationalkoͤrpers mit ihnen einen Handel oder Ver⸗ gleich eingehen, wenn es eine unumgaͤngliche Noth⸗ wendigkeit erheiſcht.

Die Tuͤrken, die Handelsleute und Verkaͤufer ſind, hat man eben ſo ſehr zu fuͤrchten: ſie fodern eben die Vorſicht und eben die Behutſamkeit. Man kann nicht genng Formalitaͤten beobachten, indem man ihre Geſetze und Gebraͤuche zu Rathe zieht, ſobald man mit ihnen einen Handel ſchließen will.

Man muß nothwendig die Tuͤrken kennen, um ihrer zu ſchonen und ſich gegen ſie in Sicherheit zu ſetzen; die Juden, um ſich ihrer im Falle der Noth zu bedienen; die Griechen, um ihnen mit Vortheil zu verkaufen und ſie abhaͤngig zu machen; die Armenia⸗