werden: denn der Kaiſer ſpeißt auf japaniſchem Por⸗ zellan. Ferner allerlei Arten von Waſchbecken, große, uͤber 2 Schuh hohe Lichter, Pendel⸗ und Sackuhren, orientaliſche Schreibzeuge, Deller von Gold und Schmelzwerk, ſilberne und vergoldete Schalen u. dgl. Das Koſcbarſte dieſes Saales iſt in einem eiſernen Ka⸗ ſten verſchloſſen, welcher einen unſchaͤtzbaren Reich⸗ thum von Ringen mit Diamanten, Nubinen„ Sma⸗ ragden und anderen Kleinodien enthaͤlt. Ferner er⸗ blickt man eine Art von Erhoͤhung mit einem aus Gold und Seide gewirkten Teppiche bedeckt, auf wel⸗ chem das Bild K. Karls V. in erhabener Arbeit ſteht, indem er auf einem Throne ſitzt; in der einen Hand eine Weltkugel, in der andern ein Schwert tragend, umgeben von den Großen ſeines Reiches, welche ihm huldigen. Unten am Deppiche ſtehen ei⸗ nige gothiſche Worte. Oben auf demſelben liegen viele franzoͤſiſche, engliſche, teutſche, italieniſche Buͤ⸗
cher, nebſt 2 Globen und vielen geographiſchen Karten
auf Pergament. 5
Der vierte Saal, die eigentliche Schatzkammer, iſt ſehr dunkel. Das Eicht faͤllt nur durch ein einzi⸗ ges Fenſter, welches mit dreifachen ſtarken eiſernen Gittern verwahrt iſt. Ueber dem Eingange ſtehen die tuͤrkiſchen Worte: Geld, welches durch Ru⸗ ſtans Fleiß erworben ward. Ruſtan, Groß⸗ Vezier unter Sultan Solyman, wußte ungeachtet der Stuͤrme, welche damals das Reich erſchuͤtterten,


