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Der ehemals ſo geſchaͤtzte Wein von Thaſſus beſitzt jetzt die vorzuͤglichen Eigenſchaften nicht mehr, welche ihn ſo geſchaͤtzt und theuer machten. Einen koͤſtlichen Schatz beſitzt gegenwaͤrtig noch die Inſel an ihrem vielen, vortrefflich zum Schiffbaue geeignetem Holze. Die Gipfel und Seiten aller Berge ſind mit den ſchoͤn⸗ ſten Waldungen bedeckt, und die Baͤume erheben ſich mit ſtolzem Wuchſe uͤber die Wolken. Wenn jedoch die Tuͤrken fortfahren, ohne Verſtand und Ueberle⸗ gung dieſe Waldungen zu faͤllen, ſo wird auch dieſer Schatz bald erſchoͤpft ſeyn.
Der noͤrdlichen Kuͤſte der Inſel Thaſſus gegen⸗ uͤber bildet das Vorgebirge Aſperoſa eine Vertie⸗ fung, in welcher die kleine Stadt La Kavala auf einem in das Meer vorſpringenden Felſen, welcher einige Aehnlichkeit mit einem Pferde hat, erbaut iſt.
Die Inſel Thaſſus liegt bei der Einfahrt in einem ziemlich großen Meerbuſen, welcher den Na⸗ men Golfo di Conteſſa fuͤhrt, weil in der inner⸗ ſten Vertiefung deſſelben die Stadt dieſes Namens liegt. Die europaͤiſchen Seefahrer neunen dieſe Ver⸗ tiefung auch Meerbuſen von N hondina, von dem verdorbenen Namen der alten Stadt R hedina; die Griechen Meerbuſen von Orfano. Er iſt der Sinus Stagmomius der Alten.
Von der Inſel Dhaſſus ſegelten wir gegen Monte Santo, an deſſen Fuße wir fuhren. Die Griechen nennen ihn guch Agioſoros; er iſt. der


