Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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welche Fehler gleich abſchreckend ſind, ſo achtbar auch

die Menſchen im Ganzen ſich beweiſen moͤgen. Vou den Ruſſen ſagt man, ſie ſeyen falſch.— 4

IV. Craven hatte kaum Luſt geaͤußert, uͤber die Krimm nach Konſtantinopel zu reiſen, ſo wurde jene neu eroberte Provinz als hoͤchſt ungeſund von allen ihren ruſſiſchen Freunden geſchildert. Deſ⸗ ſen ungeachtet ließ ſie ſich von ihrem Vorhaben nicht abhalten. Nur reiſte ſie ungluͤcklicher Weiſe zur Zeit der Faſtnacht ab, in welcher das gemeine Weſen Ruß⸗ lands gar nicht nuͤchtern wird; daher ſie manche Un⸗ annehmlichkeit leiden mußte. Denn die Ruſſen hal⸗ ten es faſt fuͤr Religions⸗Pflicht, in dieſer Zeit ſich recht zu betrinken. Wenn die im Allgemeinen ſchoͤ⸗ nen Maͤdchen dieſe Untugend auch nicht mit den jun⸗ gen Maͤnnern theilen, ſo ermuntern ſie dieſe doch durch ihren feiertaͤglichen Anzug mit bunten Tuͤchern um die Schlaͤfe. Der ruſſiſche Bauer iſt huͤbſch, ſtark, groß, und ſieht gutmuͤthig aus; er und ſein Weib ha⸗ ben gewoͤhnlich ſehr weiße Zaͤhne. Man muß ſich wundern, daß die Kinder nicht ſchon zu Grunde ge⸗ hen, ehe ſie in die freie Luft kommen. Denn die ganze Familie iſt den groͤßten Theil des Tages, wie die Nacht oberhalb des Schwitzbades oder Brennofens, wo die Hitze unertraͤglich waͤre, wenn die Gewohn⸗ heit nicht alles uͤberwinden koͤnnte. Man würde die Oeffnung eines Fenſters oder einer Thuͤre eben ſo be⸗

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