Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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mittelſt eines Blaſebalges erregten, und das halb kal⸗ einirte, halb noch klumpige Metall, wurde nachher in elende Formen gegoſſen, welches die Kanonen voͤl⸗ lig verdarb. Ich machte den Vorſchlag, einen Rever⸗ berir⸗Ofen anzulegen, die Kanonen in Vollem zu gießen, und hernach zu bohren. Dieſes bewegte ihre erfahrnen Kuͤnſtler zum allgemeinen Gelaͤchter; allein da der Sultan mir ſein Zutrauen geſchenkt hatte, be⸗ fahl er ſeinen Miniſtern, mit mir in Unterhandlung zu treten. Endlich uͤberwand ich die Hinderniſſe von Seite der Miniſter, und die Unerfahrenheit der Ar⸗ beitsleute, und brachte vermittelſt eines Griechen, welcher einige Kenntniß vom Muͤhlen⸗Baue hatte, die Maſchine zum Bohren, ziemlich gut zuſammen. Ich hatte in meinem Leben noch keine Kanone gießen ge⸗ fehen, und St. Remi⸗ nebſt der Eneyklopaͤdie waren die einzigen Stuͤtzen, auf welche ich mich noch verließ. Da alles fertig war, ließ ich 30,0b0 Pfund Metalls ſchmelzen, und goß 20 Kanonen zum Erſtaunen der Tuͤrken und zur groͤßten Freude des Grafen von St. Prieſt.

Indeſſen ich fuͤr neue Artillerie der Tuͤrken ſorgte, war die ruſſiſche an der Donau zu dem Nachtheile derſelben beſchaͤftigt; und einige Bomben, welche durch Bogenſchuͤffe in die Mitte der tuͤrkiſchen Ka⸗ vallerie getrieben wurden, und ſie zerſtreuten, veran⸗ laßten den Groß⸗Vezier ebenfalls, ſich ſolche Bomben und Bombaxdirer zu erbitten.