Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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Schloß des Gutsherrn auszeichnete, nahmen hier die Ebenen ein, und dehnten ſich noch bis auf die Huͤgel aus.

Bald lag die Stadt Seray, und das Schloß des Khan vor unſern Augen. Ich uͤbernachtete in dem zweiten Hofe des Khan. Auf meinem Wege von Seray erblickte ich die Unordnungen und Verwuͤſtun⸗ gen, welche das tuͤrkiſche Heer bei ſeinem Abzuge aus Konſtantinopel veruͤbt hatte.

Durch einen alten Gebrauch werden die gewoͤhn⸗ lichſten Spaßmachereien mit dem ſehr feierlichen An⸗ blicke verbunden, welcher dadurch entſteht, wenn man hier alle Kraͤfte eines großen Reiches zum Kriege ver⸗ ſammelt antrifft. Die Tuͤrken nennen dieſe Poſſe Alay(Pomp des Triumphes). Er beſteht in einer Maskarade, bei welcher jede Zunft und jedes Hand⸗ werk ihre Handthierung öffentlich vorſtellt. Der Ackers⸗ mann fuͤhrt ſeinen Pflug, der Diſchler hobelt u. ſ. w., alle auf hohen koͤſtlich ausgeſchmuͤckten Wagen, welche den Zug eroͤffnen, wenn man die Fahne des Prophe⸗ ten(Sandjak⸗Scherif) aus dem Serail zum Heere bringt. Die Emire haben allein das Recht, ſie zu be⸗ ruͤhren. Ihr Oberhaupt traͤgt ſie; nur Muſelmaͤnner duͤrfen ſie anblicken; ſie wuͤrde durch die Blicke ande⸗ rer entheiligt werden, und deßhalb iſt auch der grau⸗ ſamſte Fanatismus in ihrer Nachbarſchaft ſo gemein.

Als einige unvorſichtige Chriſten zuliefen, bemaͤch⸗ tigte ſich die Wuth aller; ſie bewaffnete jeden Arm,