Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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Erbe aller derjenigen, welche in ſeiner Statthalter⸗ ſchaft ohne Erben im ſiebenten Grade ſterben.

Die Wuͤrde eines Nuradin, die zweite im Staate, verwaltet gleichfalls ein Sultan, welcher auch ſeine Miniſter hat, die, wie er, nichts zu ſagen haben. Er haͤlt ſich zu Bachtſchieſarei auf, und macht beinahe einen Theil des Hofſtaates des Khan aus. Wenn der Nuradin im Kriege eine Armee anfuͤhrt, hat er mit ſeinen Miniſtern ſouveraine Gewalt.

Die dritte Wuͤrde im Reiche verwaltet auch ein Sultan unter dem Titel Or⸗ Bey, Fuͤrſt von Or⸗ kapi; zuweilen erhielten Mirzas aus der Familie Schirin dieſelbe, wenn ſie mit Prinzeſſinen ver⸗ maͤhlt waren. Dieſe Adelichen nehmen Stellen der Miniſter nicht an, ſondern nur ſolche, welche eigent⸗ lich Sultanen beſtimmt ſind.

Außer dieſen Stellen, welche von den in gewiſſen Provinzen eingefuͤhrten Abgaben ihr Einkommen er⸗ halten, gibt es auch zwei weibliche Bedienungen; die Stelle der Alabey, welche der Khan gewoͤhnlich ſei⸗ ner Mutter oder einer ſeiner Gemahlinnen ertheilt, und die Wuͤrde einer Oulukan i, welche immer die Schweſter, oder aͤlteſte Tochter des Kyans erhaͤlt. Verſchiedene Doͤrfer haͤngen von dieſen Fuͤrſtinnen ab; ſie ſchlichten auch die Rechtshaͤndel ihrer Unter⸗ thanen, und verwalten die Gerechtigkeit dur h ihre Miniſter, welche deßhalb nahe bei dem Harem wohnen.