Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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ſcharren. Viele ſterben, ohne daß Jemand erfaͤhrt, wo es vergraben liegt.

Wir brachten die Nacht in einer elenden Huͤtte neben dem Meere zu; den folgenden Morgen reiſten wir laͤngs der Kuͤſte fort, und bemerkten bald die Abendſeite der Halbinſel, welche ſich uns zur Rech⸗ ten in das Meer erſtreckte. Dieſes Land iſt auch eben; aber etwas erhabener, als jenes, auf welchem ich reiſte, und verbindet ſich mit dem feſten Lande durch einen ſanften Abhang, welcher nur auf einem ſchma⸗ len Erdſtriche liegt, und auf deſſen hoͤherem Theile die Linien von Oreapi ſich befinden.

Die Linie geht uͤber die Erdenge und iſt ungefaͤhr drei viertel Meilen lang; zwei Meere decken die Flan⸗ ken, und ſie ragt ungefaͤhr 40 Fuß hoch uͤber die vor ihr liegende Ebene. Die Zeit der Erbauung iſt unge⸗ wiß; aber man iſt veranlaßt, zu glauben daß dieſes Werk vor Ankunft der Tartaren errichtet wurde, oder dieſe Nation muͤßte eine groͤßere Kenntniß, als gegen⸗ waͤrtig beſeſſen haben. Die Salzwerke von O rkapi, welche zu den landesherrlichen Einkuͤnften gehuͤren, ſind entweder an Juden, oder an Armenier verpach⸗ tet. Sie ſind ſehr unwiſſend, ihren Vortheil zu be⸗ nutzen, und ihr Geitz wird oft durch ihre Unwiſſen⸗ heit getaͤuſcht. Sie haben gar kein Dach, unter wel⸗ chem ſie das Salz aufbewahren und trocknen koͤnnen, welches von ſelbſt in den Salz⸗Seen erzeugt wird.

Nachdem wir die Gegend der Salz⸗Seen verlaſſen