Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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8 fertig. Durch die Naͤſſe war die Haut geſchmeidig, und der junge Menſch mußte ſie durch die Bewegun⸗ gen ſeines Koͤrpers zu gerben ſuchen. Er ſtieg auch gleich zu Pferde, und trieb mit ſeinen Kameraden die Vorlege⸗Pferde zuſammen.

Mit 8o Pferden traf ich in der Vorſtadt von Dezakow ein. Dieſe Feſtung liegt am rechten Ufer des Dnieper, neben deſſen Ausfluſſe, auf einem etwas abhaͤngigen Grunde gegen den Fluß. Ein Gra⸗ ben und ein bedeckter Gang ſind das ganze Befeſti⸗ gungswerk dieſes Ortes, welcher die Figur eines Pa⸗ rallelogrammes hat. Hier, wie zu Bender und Kotſchim iſt eine große Menge Artillerie, und ne⸗ ben jeder ſchlecht bedienten und ſchlecht aufgerichteten Kanone ſtehen zwei große Schanzkoͤrbe, welche hier zur Zinne dienen, und zugleich die Schuß⸗Scharten bilden.

Die Juden in der Vorſtadt verſahen uns mit Le⸗ bensmitteln, welche wir noch waͤhrend unſerer Reiſe durch die Gegend Dgamboyluck brauchten, welche ebenfalls von nogaiſchen Tartaren bewohnt iſt. Am folgenden Morgen gingen wir uͤber den Dnieper, welcher bei ſeinem Ausfluſſe durch eine Erdzunge ge⸗ daͤmmt wird, die Kilburnu heißt, und bis an das andere Ufer reicht. Dadurch wird eine Art von See gebildet, welcher ſich nach Norden erſtreckt, woher auch der Fluß kommt. Er iſt breiter, als 2 Meilen zwiſchen OHezakow und dem Forte, welches gerade

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