Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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unangenehme Gewohnheit des Geſundheit⸗Trinkens, und zwar die Maͤnner ſtehend mit bloßem Kopfe; die ganze Geſellſchaft bediente ſich hierbei nur eines Gla⸗ ſes. Nach dem Tiſche folgte Kaffee mit Pfeifen. Schaukeln, das Schachſpiel, das Pangele und aͤhnli⸗ che Spiele endigten die Vergnuͤgungen des Tages.

Den Tod des Sultan Osman verkuͤndigten die Kanonen des Serail dem Volke, und die Muetzin, nebſt den oͤffentlichen Ausrufern, riefen den neuen Kajiſer aus. Die Eilfertigkeit, mit welcher man die Todten begraͤbt, iſt außerordentlich. Die Furcht, ei⸗ nen Ohnmaͤchtigen oder Schlafſuͤchtigen zu vergraben, baͤlt die Tuͤrken nicht zuruͤck. Die Tuͤrken eilen auch ſehr, wenn ſie die Bahre tragen, weil ſie glauben, daß die Seele des Verſtorbenen bis zur Beerdigung gemartert werde. Das Begraͤbniß des Sultan zeichnet ſich durch nichts aus, als daß ihn die vornehmſten Offiziere nach der Moſchee begleiten. Jeder Kaiſer erbaut gewoͤhnlich eine, und im Hofe derſelben iſt auch ſein Begraͤbniß, worin ſie eben ſo ſchnell, als thre Unterthanen begraben werden.

Nach Sultan Osmans Tode beſtieg Muſta⸗ pha III, den Thron. Die erſte Sorgfalt der ottoma⸗ niſchen Prinzen bei ihrer Thronbeſteigung beſteht dar⸗ in, ſich den Bart wachſen zu laſſen. Die Umguͤrtung mit dem Schwerte iſt das Zeichen der Beſitznahme des Thrones. Sie geſchieht jedesmal in der Moſchee Jub (Hiob), die in einem kleinen Dorfe, welches durch