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alle Tage in den Straßen von Kairo verkuͤndet. Am Ende des See's Matarea befindet ſich ein Sphinr, welcher gleichfalls den alten Aegyptiern als Nilmeſſer diente. Dieſer Sphinx wurde wegen vermutheter Schaͤtze von den Tuͤrken mit großer Anſtrengung um⸗ geworfen. Nach dem Zeugniſſe des Plinius ſoll der Sphinx zu Memphis 443 Fuß lang, und eben ſo hoch geweſen ſeyn..
Wenn der Nil nicht 6 Ellen hoch ſteigt, duͤrfen die Einwohner keine Abgaben an den Sultan entrich⸗ ten, weil ſie kaum ſo viel Getreid bauen, als zu ih⸗ rem Unterhalte noͤthig iſt. Weil der Nil nicht ganz Aegypten uͤberſchwemmt, ſo mußten zu deſſen Bewaͤſ⸗ ſerung viele Kanaͤle gezogen werden. Die Daͤmme des Nils werden zuerſt in Ober⸗Aegypte n, dann in Nieder⸗Aegypten durchſtochen. Einige Laͤnde⸗ reien, welche ihrer etwas hohen Lage wegen, nicht bewaͤſſert werden, muͤſſen das Waſſer durch Maſchinen, welche von Ochſen in Bewegung geſetzt werden, in Roͤhren durch das Land leiten. Dieſe Maſchinen, Puſaracen genannt, beſtehen aus?2 großen Raͤdern, welche gleich weit von einander abſtehen, und durch viele Hoͤlzer verbunden ſind, um welche herum ein großes Seil mit irdenen Toͤpfen geht, welche 7— 8 Eimer halten. Zu gleichem Zwecke ſind auch viele Brunnen eingerichtet, aus welchen das Waſſer auf dieſelbe Weiſe gepumpt wird.
Die Gaͤrten der Aegyptier ſind ſehr ſchoͤn; das


