Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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von Saͤulen, von denen kaum 3— 4 ſtehen, und ſich noch 200 Schritte laͤnger ausdehnen. Der Platz zwi⸗ ſchen beiden Reihen ſcheint die Geſtalt eines laͤngli⸗ chen Vierecks gehabt zu haben. Unter alten Stein⸗ haufen entdeckt man noch ganze Baͤder, deren Steine die Tuͤrken zu ihren Gebaͤnden verwenden. Ueberall in der Stadt ſtoͤßt man auf Truͤmmer eingefallener Palaͤſte und Tempel; unter denſelben befinden ſich viele Saͤulen aus Marmor und Porphyr.

Außerhalb der Stadt finden ſich nur kleine Berge und Huͤgel, welche aus den Ruinen eingefallener Haͤu⸗ ſer entſtanden ſind. Bei dem Nachgraben bieten ſich roͤmiſche Muͤnzen und geſchnittene Steine dar. Die Ruinen erſtrecken ſich 3 Meilen in die Laͤnge und eben ſo viel in die Breite, woraus man die Groͤße der Stadt mit ihren Vorſtaͤdten erſehen kann.

Von dem Pharus bei Alexandrien, welcher zu den 7 Wundern der Welt gerechnet wird, iſt jetzt kaum mehr die Stelle zu ſehen. Die meiſten glau⸗ ben, daß er an dem Platze des neuen Pharus erbaut war. Dieſer iſt eine kleine, an dem Eingange des Hafens gelegene Feſtung, vor welcher noch ein ande⸗ res Schloß mit einem Thurme ſteht, auf welchem die ganze Nacht ein Feuer unterhalten wird. Alexan⸗ drien hat 2 Haͤfen. Einer, in welchem die Kriegs⸗ Schiffe und Galeeren liegen, heißt der alte Hafen, und gewaͤhrt Sicherheit; abendlaͤndiſche Chriſten duͤr⸗ fen in denſelben nicht fahren. Der andere Hafen,