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Gomers bevoͤlkert worden ſeyn. Von den griechi⸗ ſchen Kolonien leiten die Staͤdte Milet, Kolo⸗ phon und andere ihren Urſprung her. Zur Zeit des Königs Priamus war das Reich der Trojaner das beruͤhmteſte in Aſien, hernach wurden die Koͤnige Lydiens maͤchtig. Alexander unterwarf, nach Vernichtung der perſiſchen Macht, das Land der grie⸗ chiſchen Herrſchaft. Seine Nachfolger ſtifteten in demſelben verſchiedene Reiche, bis ſie den Roͤmern unterlagen. Einige Jahrhunderte nachher ſetzten die Tuͤrken uͤber den Euphrat nach Klein⸗Aſien uͤber, ſchlugen anfangs ihren Sitz zu Jconium, dann zu Bruſſia auf, und ſetzten uͤber den Bosphorus, eroberten Konſtantinopel, und machten ſo dem griechiſchen Kaiſerthume ein Ende.
Das Klima Natoliens iſt ſehr gemaͤßigt, be⸗ ſonders gegen die Nordſeite, wo es von vielen Fluͤſſen durchſchnitten wird. Die bei den Geſchichtſchreibern und Dichtern ſo beruͤhmten Fluͤſſe Melas, Lycus, Halis, Sangar, Rhindacus, Gramikus, Seamander, Simois, Cailus, Hermus, Caiſtrus, Pactrus und Maͤander, ſind kaum mehr den Namen nach kennbar, weil die Tuͤrken ge⸗ woͤhnlich alle Fluͤſſe mit dem Namen Su oder Suſu, d. i. Waſſer bezeichnen. Die Bewohner Natoliens ſind Tuͤrken, Griechen, Chriſten und Armenier, welche letztere unter dem Joche der Mahometaner den groͤß⸗
ten Erpreſſungen und Verfolgungen ansgeſetzt ſind.


