Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1829)
Entstehung
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Thuͤre ab, und gehen mit entbloͤßten Fuͤßen in dieſel⸗ ben. Bei ihrem Eintritte verbeugen ſie ſich mit em⸗ por gerichteten Augen, und mit Beruͤhrung des Tur⸗ bans, tief gegen den Iman, fallen dann auf die Knie, und kuͤſſen dreimal die Erde. Das angefangene Gebet wiederholen ſie mit ſtiller Andacht. Nach ge⸗ endigtem Geſange legen ſie die Haͤnde an den Guͤr⸗ tel, beugen ſich gegen die Erde, und rufen mit lau⸗ ter Stimme: Saban alla, d. i. Gott erbarme dich uͤber meine Suͤnden. Darauf beugen ſie ſich abermals, und ſprechen geſchwind die Worte: illah, illa, Allach, d. i. der Namen Gottes, dieſe wiederholen ſie oft, ſprechen noch viele Gebete, und ſchließen mit den Worten: Amen, Amen. In den Moſcheen herrſcht eine große Stille. Niemand wagt zu huſten, oder auszuſpucken. Niemals ſah ich ein Frauenzimmer in die Moſchee gehen.

Die Stadt Konſtantinopel iſt ſchlecht gebaut mit hoͤlzernen Haͤuſern und engen Straßen. Den ** Juli Abends 9 Uhr brach Feuer aus, welches durch die Wuth des Nordwindes unterſtuͤtzt, binnen 30 Stun⸗ den 1500 Haͤuſer in die Aſche legte. Die Tuͤrken ſu⸗ chen bei ſolchen Ungluͤcksfaͤllen die Huͤlfe der Chriſten nicht. 1

So oft die tuͤrkiſchen Armeen bei Konſtanti⸗ nopel verſammelt ſind, ziehen nach einem alten Ge⸗ brauche die Handwerker der Stadt Haufenweiſe in Soldaten⸗Kleidung mit einem Gewehre auf; den Zug